Bücher

Puschel - ein Koala (2006)
So fing die Geschichte um Puschel an
... Puschel war von dieser Idee begeistert. Schwupps, kletterte er auf ihren Rücken und los ging´s. Von einem Ast zum anderen, hoch und runter. Erst war ihm ganz mulmig zumute, dann aber verlor er seine Angst. „Hui, Mama, wie schön das ist! Das macht aber Spaß!“

Herr Tabarelli - Geschichten aus verschiedenen Leben (2007)
Geschichten aus verschiedenen Leben
2007 IATROS-Verlag & Services GmbH, Dienheim
Illustrationen & Layout: Andreas Koridass, Mainz ©
Druck & Bindung: SdL, Berlin
ISBN: 978-3-937439-07-5
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Puschel und seine Freunde - (2010)
Puschel und seine Freunde (Band I)
ISBN 978-3-00-030653-2
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€ 14,95


Puschel - Abenteuer im Eukalyptuswald - (2011)
Puschel – Abenteuer im Eukalyptuswald (Band II)
ISBN 978-3-00-036726-7
€ 14,95
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Hörbuch Puschel – Abenteuer im Eukalyptuswald (Autoren-Lesung)





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Puschel - ein Koala (2006)

So fing die Geschichte um Puschel an
... Puschel war von dieser Idee begeistert. Schwupps, kletterte er auf ihren Rücken und los ging´s. Von einem Ast zum anderen, hoch und runter. Erst war ihm ganz mulmig zumute, dann aber verlor er seine Angst. „Hui, Mama, wie schön das ist! Das macht aber Spaß!“ „Halt dich nur gut fest! Dass du mir bloß nicht herunterfällst!“ Als sie an diesem Morgen müde in ihrer Astgabelung saßen, wollte Puschel noch vieles wissen. „Warum schlafen wir eigentlich immer tagsüber und laufen nachts herum? Warum essen wir immer nur Eukalyptusblätter? Gibt es nichts anderes? Und warum heißen wir Koalabären, wenn wir gar keine Bären sind?“ ...

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Herr Tabarelli - Geschichten aus verschiedenen Leben (2007)

Herbst Es war an einem Nachmittag im Herbst. Draußen wehte der Wind die bunten Blätter vor sich her. Sie tanzten und wirbelten durch die feuchte Luft. Herr Tabarelli lag auf dem Rücken, die Vorderpfoten über den Kopf ausgestreckt, auf dem Sofa neben dem Kamin, in dem das Feuer prasselte. Eine wohlige Wärme strahlte in den Raum. Er dehnte sich genüsslich, reckte alle Glieder, drehte sich auf den Bauch, verharrte mit gekreuzten Pfoten, während seine Augen die Holzscheite betrachteten, die in den züngelnden Flammen verbrannten. Schließlich erhob er sich und sprang auf den Fußboden. Mit seiner rosigen Zunge leckte der Kater sein rotes, seidig glänzendes, langes Fell. Als er vor vielen Jahren in dieses herrschaftliche Haus einzog, gab ihm Frau Tabarelli einen seltenen Namen: Severio, nach dem Komponisten Mercadante, für dessen Musik die Dame des Hauses schwärmte. Aber niemand konnte sich diesen Namen merken und so war er schon nach kurzer Zeit einfach der Herr Tabarelli geworden. Ihm gefiel das gut, denn alle seine Freunde aus der Nachbarschaft begegneten ihm mit großem Respekt. Ganz besonders die zierliche Siamkatze Jasmin himmelte ihn mit ihren blauen Augen an, diesen Kater in Gestalt eines Salonluchses. Alle fanden seine legendäre Herkunft wahnsinnig aufregend. Man erzählte sich, dass vor vielen Jahren seine Ururgroßmutter in Liebe zu einem Waschbären entflammt und seine Urgroßmutter die Frucht dieser Liebe sei. ...

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Puschel und seine Freunde - (2010)

... Die letzten Meter rutschte Puschel mit seinen Händen an der Rinde des Stammes entlang. Dann plumpste er ins hohe Gras. Noch nie zuvor war er auf dem Waldboden gewesen, denn der Warnruf seiner Mutter hatte ihn immer zurück gehalten. Nun aber saß er im weichen, grünen Gras. Neugierig schnupperte er mit seiner schwarzen Stupsnase an den Gräsern. So dicht, dass ihn ein Halm kitzelte. Er musste niesen. „Hatschi“, ertönte eine leise Stimme ganz in seiner Nähe. Erschrocken drehte er sich um, aber entdecken konnte er niemanden. Da lag nur ein etwas krummer, brauner Ast mit gelben Flecken, die im Sonnenlicht blinkten und blitzten. So etwas hatte Puschel noch nie gesehen! Mit einem Schritt war er neben dem Stock, ergriff ihn – und ließ ihn sofort wieder fallen. „He du, was soll das? Was fällt dir ein, mich anzufassen!“, zischelte die Stimme. Dieses Mal nicht mehr leise, sondern erschreckend laut. Und der Ast wurde lebendig und schlängelte sich direkt auf ihn zu … ... „Aber jetzt erklär mir doch endlich das mit dem Fleck auf deiner Brust.“ „Also, das ist kein Fleck sondern eine Öffnung. Alle Koalamännerhaben sie. Du auch. Schau nach!“, forderte er seinen Freund auf. Und tatsächlich, mitten auf seiner Brust entdeckte Juri die winzige, dunkle Stelle. Puschel fuhr fort: „Wenn ein Männchen alt genug ist …“ „Wie alt muss es denn sein?“ „Na, es muss alt genug sein, um sich fortzupflanzen!“ „Versteh ich nicht. Was sind denn Fortpflanzen? Ich kenn nur Eukalyptusblätter.“ „Man nennt es Fortpflanzen, wenn die Eltern ein Baby bekommen. So wie bei deiner Schwester.“ Puschel saß hoch aufgerichtet im Gras vor Juri, stolz darauf, dem älteren Koala, der so viel über Schlangen wusste, etwas beizubringen. „Unterbrich mich doch nicht andauernd! Wenn wir alt genug sind, kommt aus dieser Drüse eine Flüssigkeit heraus, die ganz stark riecht. Du reibst mit deiner Brust über die Rinde des Baumes und kannst ihn so markieren. Und jeder hier im Wald erkennt den Duft und weiß, dass er auf diesem Baum nichts zu suchen hat. Verstehst du das?“ Juri schaute ihn nachdenklich an. Endlich sagte er: „Klar. Natürlich hab ich das kapiert. Jetzt weiß ich endlich auch, warum Papa immer so streng riecht. Und weshalb seine Brust immer so gelb und klebrig ist, als hätte er sich schon lange nicht mehr geputzt.“ ... ... Eines Abends saßen sie ganz still da. Beide waren traurig, denn so viele Tage waren vergangen. Sie vermissten Juri, ihren Freund. Der Himmel war schwarz. Kein einziger Stern glitzerte. In den Bäumen raschelten die Blätter. Da zuckte Puschel zusammen. „Jetzt fängt es auch noch an zu regnen!“ Der kleine Koala schaute missmutig nach oben. Gerade in diesem Augenblick verschwanden die Wolken, und der helle, runde Mond sah lächelnd auf sie herab. Die Schlange fing plötzlich an zu kichern. „Das sind keine Regentropfen! Das ist Vogeldreck!“ Puschel fasste verblüfft auf seinen Kopf. Er wischte mit der Hand über sein klebriges Fell. Dann roch er daran. Tatsächlich, Kassandra hatte Recht, das war kein Wasser. Wieder raschelte es. Blätter und kleine Zweige fielen zu Boden. Aus dem Eukalyptusbaum …

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Puschel - Abenteuer im Eukalyptuswald - (2011)

... Puschel kletterte wutentbrannt am Stamm des Eukalyptusbaumes hoch. Die Zweige, die seinen Weg versperrten, schlug er einfach mit einer Hand zur Seite. Er brach ganze Äste ab und ließ sie donnernd auf den Waldboden hinunter krachen. Von dem Lärm um seinen wohlverdienten Schlaf gebracht, erwachte Papa Koala aus seinen Träumen. Kaum hatte er seine Augen geöffnet und blinzelnd in die untergehende Sonne geschaut, als Puschel mit seinen scharfen Krallen über ihn hinweg krabbelte. Er ließ sich in die nächste Astgabel plumpsen. „So ein blöder Kerl! Ein ganz blöder, aufgeblasener Wichtigtuer. Angeber! Ich hab´s ja von Anfang an gewusst.“ Vor lauter Zorn wackelte er mit seinem Kopf; aber seine Ohren wackelten dieses Mal nicht. „Puschel! Bist du übergeschnappt? Was fällt dir ein, so einen Zirkus zu veranstalten? Hör gefälligst sofort auf mit deinem Geschrei.“ Papa Koalas Stimme hatte einen drohenden Unterton. Der immer dann zu hören war, wenn sein Sohn seine gute Erziehung vergaß. Und das kam in den letzten Wochen, seit Juri verschwunden war, immer häufiger vor. „Da kann er schwarz werden, dieser arrogante Schnösel – dieser Besserwisser. Er ist nicht länger mein Freund! Pah, ich brauch ihn nicht!“ Während Puschel, die Augen zusammen gepetzt, heftig schaukelnd dasaß, riss er Blätter von den Ästen ab, zerriss sie wie Papierschnippselchen und warf sie wie Konfetti durch die Luft. ... ... Einige Stunden später, die Sonne war längst aufgegangen, wurde Juri von einem lauten Krächzen geweckt. Auf einem Ast über ihm saßen zwei weiße Kakadus. „Horrido, Juri!“ Carlo, das Kakadu-Männchen, wackelte mit seinem Kopf. Dann plusterte sich der Vogel auf, spreizte seine Federn, erhob sich in die Luft und flatterte direkt zu Juri, der sich noch ganz verschlafen die Augen rieb. „Oh horrido, Carlo. Was treibt dich denn hierher?“ Dann entdeckte er auch Dolores. „Wie schön, euch wieder zusehen!“ Das Kakadu-Weibchen trippelte auf Juri zu, legte seinen Kopf schief und sagte: „Hallo, Juri. Wir wollten dich abholen. Kommst du mit uns an den Fluss?“ „Ist was passiert?“, fragte er erschrocken. „Nein, es ist gar nichts. Wir wollten nur gerne mit dir ein paar Stunden am Ufer verbringen. Heute ist ein besonders schöner Tag.“ Da lächelte Juri. „Das ist ´ne tolle Idee. Einfach mal wieder im Sand sitzen und erzählen, das ist gut. In den letzten Wochen ist ja so unglaublich viel geschehen. Bei den Aborigines hab ich so viel erlebt, das muss ich euch unbedingt alles berichten. Bis gleich!“ Carlo und Dolores schwangen sich in die Lüfte, und Juri kletterte am Stamm des Eukalyptusbaumes hinunter. Als er in der Nähe des Flussufers anlangte, hörte er aufgeregte Stimmen laut rufen: ... ... Gerade als Juri den Rest seiner Blätter einsammelte, hörten sie hinter sich im Wald Geräusche. Es klang, als würden viele Tiere über trockenes Gras laufen. Ab und zu knackten im Unterholz kleine Äste. Vertrocknete Baumrinden brachen entzwei, und das harte Laub der Eukalyptusbäume knisterte. „Was ist das denn? Da läuft doch jemand rum, oder hab ich geträumt?“ Puschel drehte seine Ohren hin und her. Da, wieder kam das Gruscheln, Zweige krachten, dann bewegte sich das Gras heftig. Sie hörten die Tiere auf dem Boden herum schnüffeln, dann ein Fiepen. Plötzlich war es wieder totenstill. Juri flüsterte: „Los, Puschel, beweg dich. Steh auf, nun mach schon. Ich weiß nicht, was da ist, aber wir müssen verschwinden.“...

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